Eingemachte Zucchini

Eingemachte Zucchini

Bei der Menge an Zucchini, die momentan auf dem Solawi-Acker wächst, komme ich mit dem Essen gar nicht mehr hinterher. Und wer, wie ich, nur ein Mini-Tiefkühlfach besitzt, muss sich etwas einfallen lassen. Also habe ich einen Einkoch-Workshop besucht und gelernt, wie man Zucchini einmacht. Das ist einfacher als gedacht und geht auch ohne Spezialausrüstung – und natürlich mit jedem anderen Gemüse.

Zunächst einmal muss ich mich bei euch entschuldigen: Mein letzter Eintrag ist ewig her, länger als vier Monate, um genau zu sein. Dass ich den Blog in letzter Zeit so sträflich vernachlässigt habe, liegt an meinem neuen Job. Da ich erstmal reinkommen musste und viel unterwegs war, musste der Mettigel ein bisschen leiden. Das hat aber nun ein Ende, versprochen! Neben der Arbeit hatte ich vor allem eins zu tun: Gemüse kochen und essen – die üppige Solawi-Ernte lässt grüßen!

Seit dem Sommer wird auf dem Feld fleißig geerntet, jede Woche gibt es Zucchini, Salat, Kohl, Rote Bete, Tomaten, Gurken und vieles mehr. Um zu lernen, wie wir unser Gemüse für die Wintermonate haltbar machen können, wurde von der Solawi ein Einkoch-Workshop angeboten. Endlich weiß ich, warum ein Weckglas nur mit Gummiring dicht hält und wie man auch ohne großes Gefrierfach Vorräte anlegen kann. Da momentan die Zucchini nur so sprießen und wir jede Woche zwei Stück davon in unserem Ernteanteil haben, haben wir gelernt Zucchini einzumachen – auf Matjes-Art. Sehr einfach und sehr lecker!

Zutaten für eingemachte Zucchini:

  • 1 kg Zucchini
  • 1 gr. Zwiebel
  • 1 EL Salz (ohne Rieselhilfe oder andere Zusätze)
  • 100 ml Essig
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 TL  Pfeffer
  • 1 EL Zucker
  • 3 Lorbeerblätter, 3 Pimentkörner, 3 Pfefferkörner je großem Einmachglas

Und so geht’s: Zucchini und Zwiebeln in ca. 1 cm große Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Das Salz darüber streuen und ca. 3 Stunden ziehen lassen. Man kann die Zucchini natürlich auch einfach über Nacht ziehen lassen.

Wir haben uns die Zeit damit vertrieben, uns über die verschiedenen Arten des Einkochens auszutauschen, eingelegtes Gemüse zu probieren und im Unverpackt-Laden Tante Olga – die netterweise ihre Räumlichkeiten für den Workshop zur Verfügung gestellt hatte – einzukaufen. Was es dort alles Tolles gibt, ist aber definitiv einen eigenen Beitrag wert!

Eine bunte Mischung an eingemachtem Gemüse: Rotkohl, Zucchini, Kürbis - und selbstgemachte Gemüsebrühe
Eine bunte Mischung an eingemachtem Gemüse: Rotkohl, Zucchini, Kürbis – und selbstgemachte Gemüsebrühe

Während die Zucchini so vor sich hin zieht, kann man in aller Ruhe die Gläser sterilisieren. Am einfachsten ist es, sie in einem großen Topf (den wir ja gleich zum Einkochen eh brauchen) auszukochen: Dazu am besten ein Küchenhandtuch in den Topf legen, damit es nicht zu sehr klappert, mit Wasser auffüllen und Gläser sowie Deckel ca. 15 Minuten auskochen. Anschließend mit einer Zange aus dem Wasser nehmen und auf ein sauberes Geschirrtuch stellen. Die so vorbereiteten Gläser können jetzt mit den Zucchiniwürfeln und Zwiebeln gefüllt werden, dazu jeweils Lorbeer, Piment und Pfefferkörner geben. Parallel dazu haben wir bereits den Sud aus Essig, Öl, Pfeffer und Zucker angesetzt, mit dem die eingelegten Zucchini aufgegossen werden.

 

Jetzt geht’s ans Einkochen

Nun kommt der große Topf wieder ins Spiel und die eingemachten Zucchini sind auch schon so gut wie fertig: Einfach die Gläser verschließen und 20 Minuten bei 80 Grad einkochen lassen. Die Gläser sollten dabei wieder auf einem Küchenhandtuch stehen und zu mindestens 3/4 mit Wasser bedeckt sein. Anschließend direkt rausnehmen und abkühlen lassen.

Jetzt sind die Zucchini mehrere Monate, wenn nicht Jahre, haltbar. So lange wollte ich mit dem Probieren natürlich nicht warten, aber ein bisschen Zeit sollte man dem eingekochten Gemüse schon geben. Ich habe das erste Glas nach gut 6 Wochen aufgemacht: herrlich! Die Zucchini-Matjes schmecken als Katerfrühstück genauso gut wie zu einer deftigen Brotzeit.

Ob das Einkochen funktioniert hat, sieht man bei Schraubdeckeln übrigens daran, dass sie sich während des Abkühlens in der Mitte ein wenig nach unten ziehen. Bei Weckgläsern entfernt man nach dem Abkühlen die Klammern und der Deckel darf sich nicht anheben lassen. Falls er das doch tut, hilf nur eins: direkt essen 😉

PS: Ein großer Dank an dieser Stelle noch einmal an Tante Olga, die uns nicht nur ihren Laden, sondern mir auch ihre Fotos zur Verfügung gestellt hat.

 

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