Quittenmarmelade

Quittenmarmelade für Anfänger

Puh, ich bin erleichtert. Gestern um die gleiche Zeit war ich etwas verzweifelt: 2 kg Quittenmarmelade gekocht und keine Ahnung, ob sie was geworden ist. Als Marmeladenanfänger ist man da ja noch ein bisschen unsicher – zumal ich mindestens zwei verschiedene Rezepte für Quittenmarmelade durcheinander geworfen hatte…

Doch nun der Reihe nach: Warum fange ich auf einmal an, Marmelade einzukochen? Auch das hängt natürlich wieder mit meinem neuen Hobby, dem Lebensmittel retten, zusammen. Nachdem ich vor einigen Wochen mit einem Kilo sehr reifer Zwetschgen nach Hause kam, die ich mit Foodsharing auf dem Markt gerettet hatte, habe ich zum ersten Mal Pflaumenmus gekocht. Das war erstaunlich einfach und hat erstaunlich gut geschmeckt.

Beim nächsten Termin auf dem Markt wurden wir nun mit Quitten überschwemmt. Meine bisherigen Kenntnisse über Quitten beschränkten sich darauf, dass sie gelb sind, man sie nicht roh essen kann und man aus ihnen Marmelade, Gelee oder Likör machen kann. Noch völlig gepusht von meinem Pflaumenmus-Erfolg dachte ich mir also: Die nimmst du mit! Dass es fast 2,4 Kilo Quitten waren, die ich mir da in die Fahrradtasche steckte, war mir in dem Moment nicht klar. Auch nicht, wie viele Gläser Quittenmarmelade das ergibt…

Quitten
Genug für 2 Liter Quittenmarmelade!

Aber nun zum Eingemachten. Überfordert von den zahlreichen unterschiedlichen Rezepten und den unterschiedlichen Zuckerangaben habe ich folgendes ausprobiert:

  • 2,4 kg Quitten waschen, abreiben und Kerngehäuse entfernen
  • klein schneiden und etwas Zitronensaft dazu
  • mit 300 bis 400 ml Wasser (oder Apfelsaft) angießen und ca. 30 Minuten köcheln lassen, bis die Quitten weich genug sind, zwischendurch immer wieder rühren
  • pürieren und den Fruchtbrei anschließend durch ein Sieb streichen (wer stolzer Besitzer einer flotten Lotte ist, sollte natürlich die benutzen ;-))

Nun stand ich also mit meinen 2 Litern Quittenmus vor der großen Frage, wie viel Gelierzucker dazu muss. Da ich vorher noch nie Marmelade eingekocht hatte, war mir neu, dass es Gelierzucker in unterschiedlichen Formen gibt: 1:1, 2:1 und 3:1 – je nachdem, wie süß man seine Marmelade haben möchte. Der erste Anteil ist dabei der Fruchtanteil, der zweite besagt, wieviel Gelierzucker dazu kommt. Nachdem ich leider ohne das zu wissen den 1:1-Zucker gekauft hatte, hätte ich also laut Packungsanweisung 2 kg Zucker zu meinen Quitten geben müssen. Das war mir zu heftig, denn bereits nach 1 kg fand ich die Marmelade schon recht süß, insofern habe ich es dabei belassen.

Weiter mit dem Marmeladen-Rezept:

  • 1 kg Gelierzucker 1:1 zum Quittenmus geben und unter Rühren 4 bis 5 Minuten aufkochen lassen
  • mit Zimt und noch etwas Zitronensaft abschmecken
  • heiß in vorbereitete Gläser füllen und fertig ist die Quittenmarmelade

Am nächsten Morgen war dann der große Moment des Probierens gekommen, ob die Menge an Gelierzucker gereicht hat, um der Marmelade die richtige Konsistenz zu verleihen. Hat geklappt – und geschmeckt hat sie auch!

Graubrot mit Quittenmarmelade
Graubrot mit Quittenmarmelade – perfektes Frühstück

Man kann das Rezept natürlich noch verfeinern oder variieren: Äpfel oder Birnen dazu, statt Zimt geht auch Lebkuchengewürz oder eine Vanilleschote. Auch ein Schuss Rum passt sehr gut. Für mich als Marmeladenanfänger war dieses einfache Rezept erst einmal Herausforderung genug.

2 Comments

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