Spargel kochen mit dem WDR (Foto: Dani Vincek/Shutterstock)

Spargel kochen mit dem WDR

Auch wenn es die Außentemperaturen von sechs, sieben Grad nicht vermuten lassen: Die Spargelzeit hat begonnen. Eine gute Gelegenheit, mal einen Kochkurs von WDR aktiv auszuprobieren. Unter dem Motto „Spargel ist leicht, gesund, vielseitig und unglaublich lecker“ bringt Koch Sascha Krüger uns – einer Gruppe von 13 mehr oder weniger talentierten Hobbyköchen – das Kochen mit Spargel bei. Vorweggenommenes Fazit: Lecker war es. Unter leicht stelle ich mir dann doch etwas anderes vor als pfundweise Butter und literweise Sahne. Aber egal. Ich war ja nicht zum Abnehmen dort.

Allein zum Kochen schien aber auch nicht jeder dabei zu sein. Schließlich bietet so ein Kochkurs ja auch eine hervorragende Gelegenheit, Gleichgesinnte kennenzulernen. Zum gemeinsamen Kochen – oder auch mehr. Bis auf unsere Vierer-Mädels-Gruppe waren auf jeden Fall nur Einzelpersonen da – und auffällig viele Rentner. Die Frauen wie so häufig überrepräsentiert – und der WDR mit nur einem Mitarbeiter deutlich unterrepräsentiert. Auf jeden Fall war es ein Erlebnis mit dieser so bunt gemischten und einander ja größtenteils fremden Gruppe zu kochen. Und irgendwie haben wir es geschafft, folgende drei Gänge richtig gut hinzubekommen:

  • Salat vom grünen und weißem Spargel an Estragonvinaigrette
  • Kartoffel-Spargeltörtchen gebacken auf Spargelragout an zarten Scheiben von Schweinefilet
  • Crepes gefüllt mit Erdbeermousse

Hört sich beeindruckend an? War es auch! Vor allem fand ich die kleinen Tipps und Tricks vom Profikoch spannend: Von alleine wäre ich wohl niemals auf die Idee gekommen, meinen Kartoffelgratin ins Eisfach zu stellen. Hat aber geklappt, danach war er fest genug, um ihn auszustechen. Auch dass man fast alles vorbereiten kann, fand ich faszinierend: Crepes fertig machen, füllen und stehen lassen. Zum Servieren nur noch Puderzucker frisch drüber und Erdbeermousse dazu. Spargel fast fertig kochen, stehen lassen, bis alles andere fertig ist. Dann noch mal zwei Minuten kochen und servieren. Die Vorspeise kann man auch komplett am Vortag zubereiten und vorm Servieren einfach nur den Rucola dazugeben. Was mir das schon an Stress hätte ersparen können! Also nicht, dass ich allzu oft 3-Gang-Menüs serviere, aber alles dann zu machen, wenn man Zeit hat und nicht, wenn man selbst hungrig ist, wär mal ’ne Maßnahme.

Mindestens genau so beeindruckend wie die Tricks von Sascha fand ich seine Berichte aus den WDR-Kitas, für die er kocht. Statt immer nur Nudeln mit Tomatensoße, Pommes oder Fischstäbchen gibt es hier auch mal Saltimbocca, Gänsekeule und Seeteufel. Damit die Kinder von Anfang an alles kennenlernen – und nicht nur Kinderessen essen. Klingt irgendwie anders als die Berichte aus Kitas und Ganztagsschulen, die man sonst so hört. Wo ein Caterer liefert, was ein Caterer so für 2,50 Euro pro Mahlzeit liefern kann.

WDR-Mitarbeiter müsste man sein… Nein, das Kind eines WDR-Mitarbeiters müsste man sein!

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